Der westliche Zipfel der Türkei gehört auch geografisch zu Europa. Hier treffen wir eine ausgesprochen herzliche Familie, die uns voller Gastfreundschaft empfängt. Sie verortet sich im konservativen Spektrum und unterstützt offen den Präsidenten Erdogan. Das sorgt für wahnsinnig spannende Diskussionen und für kontroverse Gefühle. Was für Erfahrungen wir in der Kleinstadt Vize gemacht haben und was es mit dem Titel des Kapitels auf sich hat, steht natürlich im Buch. Hier gibt es die dazu passenden Bilder.
11 Monate lang sind wir zu viert in ganz Europa unterwegs gewesen. Mein Buch „Die Entdeckung Europas“ (erhältlich als Taschenbuch und E-Book unter anderem hier*) handelt von unseren Erlebnissen als reisende Familie zwischen Island und Istanbul, zwischen Sizilien und Spitzbergen, zwischen Portugal und dem Donaudelta. Im Fokus stehen dabei die persönlichen Begegnungen, denn als Couchsurfer haben wir so viele unterschiedliche Menschen kennengelernt! Hier im Blog zeige ich dazu die passenden Bilder.
Heute ist Kapitel 19 dran: „Vize: Kippen, Kopftuch, Kinderkanal“.
Wir passieren die Grenze zur Türkei auf dem Landweg.
Die Kleinstadt Vize in der Türkei
Asien beginnt am Bosporus. Zumindest geografisch herrscht darüber weitgehend Einigkeit. Alles westlich der Metropole Istanbul liegt damit in Europa. Blickt man auf die gesamte Landkarte der Türkei, betrifft das nur einen sehr kleinen Zipfel im äußersten Westen. Fährt man in Bulgarien über die Grenze, ist es hingegen bis Istanbul noch ein ziemlich weiter Weg.
Ungefähr auf halber Strecke zwischen Edirne ganz im Westen der Türkei und Istanbul am Bosperus liegt die kleine Stadt Vize. Wir erreichen sie gut eine Stunde nach Überqueren der Grenze. Bis nach Istanbul sind es rund zwei weitere Stunden Fahrzeit. Wir bleiben jedoch zwei volle Tage hier.
In Vize gibt es durchaus einige Sehenswürdigkeiten: antike Ruinen, ein Amphitheater, eine alte Burg. Von großem touristischen Interesse ist die Kleinstadt nicht. Für uns ist der Zwischenstopp jedoch aus anderen Gründen unglaublich spannend und horizonterweiternd.
Im Wohngebiet der kleinen Stadt: viel Schneematsch.
Räumdienst auf Türkisch.
Die Geschäftsstraße von Vize.
Couchsurfing in der Türkei
Drei Nächte sind wir in Ugurs Familie zu Gast.
Von Ugurs Riesenfernseher habe ich leider kein Foto gemacht. Wohl aber von drei hypnotisierten Deutschen in seinem Wohnzimmer, die das immerwährende Plärren des Geräts einfach nicht gewohnt sind.
Unsere Gastgeberin bringt mir bei, wie man Zigarren-Börek richtig wickelt.
Frühstück ist fertig! Turkish style.
Zur Feier des Tages trinken Nadira, ihre Nachbarin Hatice und ich Kaffee aus den guten Schmetterlingstassen.
Interkulturelles Couchsurfing-Abendessen mit Käsespätzlen.
Sightseeing in Vize
Die kleine westtürkische Stadt hat auch klassische Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ugur zeigt uns einiges. Anderes erkunden wir auf eigene Faust.
Ausblick auf die Kleinstadt vom Burgberg aus.
Atatürk ist längst nicht mehr so allgegenwärtig, wie ich es aus meinem Familienurlaub in der Türkei in den späten 90er Jahren in Erinnerung habe. Aber ab und zu trifft man ihn auch noch außerhalb der offiziellen Amtsstuben an.
Der Wochenmarkt von Vize ist ein einzigartiges (und dabei für die ganze Region doch so typisches) Spektakel. Die Snack-Wagen gehören dazu.
Die Moschee war zu byzantinischer Zeit eine Kirche. Der angrenzende Spielplatz ist neueren Datums.
Silas und die Tochter unserer Couchsurfer stapfen durch den tiefen Schnee im antiken Theater von Vize.
Das römische Reich hat sich bis in die Türkei ausgebreitet, wie diese Ruinen zeigen.
Und alles, was wir wirklich erlebt haben, was unser Innerstes auf dieser Reise bewegt hat, steht im Buch. :)
Die Entdeckung Europas
Unsere Erlebnisse, Gedanken, Begegnungen, Erfahrungen und Schlussfolgerungen aus allen 42 Kapiteln gibt es hier in meinem Buch zu lesen: Die Entdeckung Europas. 366 Seiten. 11,99 Euro. ISBN 9783000585753. Erhältlich im Buchhandel (auf Bestellung) und bei Amazon*.
Die Liste der bisher erschienenen Foto-Beiträge aus besagtem Buch gibt es am Ende dieses Beitrags:
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